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Unfallklinik übt den Notfall – Brand am Krankenbett

Die Unfallklinik der Berufsgenossenschaften (BG) in Frankfurt am Main ist schon im Normalfall ein Betrieb, der fast nur Notfälle behandelt. Akuter Herzinfarkt, Schlaganfall, schwerer Unfall auf der Baustelle und oder im Straßenverkehr – hier werden ständig Menschen angeliefert, die dringend repariert werden müssen.

Aber auch diese Notfallorganisation muss den eigenen Notfall üben. Anfang November wurde eine Übung durchgeführt, in der ein Brand in einem Krankenzimmer der Station K4 in Szene gesetzt wurde. Die Ausgangslage nach Ausbruch des Feuers war genau beschrieben – betroffene Patienten, deren Verletzung, hier überwiegend Querschnitt gelähmt, Anzahl Besucher im Bereich, Anzahl von Verletzten durch Rauchentwicklung und Rettungsmaßnahmen, …

Laut Bericht des Bornheimer Wochenblatts war dies die erste Notfallübung in diesem Haus, die nicht angekündigt war. Die Beteiligten waren also einem unerwarteten Stress ausgesetzt. Dies zeigt, wie weit die Notfallvorsorge in der BG-Klinik entwickelt ist. Die Geschäftsleitung war offenbar auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden und sieht den Betrieb für den Ernstfall gut vorbereitet.

Nicht erwähnt wurde, ob die 479 alarmierten Mitarbeiter alle im Haus waren. Aufgrund früherer Berichte wissen wir, dass im Ernstfall mehrere hundert Personen erst zum Krankenhaus kommen müssen, was hier in der Gegenstand (ich wohne und arbeite direkt in der Nähe) sicher zu einem erheblichen Stau geführt hätte. Dies dürfte auch für viele andere Unternehmen ein wichtiges Thema sein: Wenn viele Mitarbeiter auf einmal alarmiert werden entstehen kurzfristig ungewöhnliche Verkehrsaufkommen. Das wirkt sich unmittelbar auf die tatsächliche Verfügbarkeit von Personen am geplanten Einsatzort aus.

Dies lässt sich wiederum mit Rücksicht auf die Umwelt nicht real üben, oder nur in kleinem Maßstab, sondern muss als Plan geübt werden.

Ganz besonders wichtig ist aber, dass geübt wird. Dies gilt für jeden Betrieb. Die Unfallklinik hat es vorgemacht, und sicher gelten für Notfallorganisationen besondere Anforderungen, aber auch diese müssen wirtschaftlich rechnen. Aber ein Chaos im Ernstfall wäre sowohl menschlich unverantwortlich, wie wirtschaftlich das Ende des Unternehmens.

Quelle: Bornheimer Wochenblatt 11. November 2010

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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