IT security and other aweful matters

Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy

Medien machen in Panik

Ist das der Auftrag an die Medien: Angst zu schüren, statt über Risiken zu informieren?

Heute früh um sechs Uhr brachte der Deutschlandfunk Nachrichten auch zu dem Terroranschlag in Stockholm vom vergangenen Samstag. Ein Anschlag, der zeigt, dass tatsächlich auch in Europa Selbstmordattentate möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich sind. Der auch zeigt, dass Attentäter aus unserer Gesellschaft kommen, hier legal wohnen, eine europäische Staatsbürgerschaft haben, zu uns gehören. In Deutschland ist dies eigentlich seit der RAF bekannt, ebenso in Italien seit den Brigate Rosse.  Das Risiko, durch ein Attentat das Leben zu verlieren ist trotzdem in unseren Ländern sehr gering. Da gibt es viel größere Risiken.

Doch der Deutschlandfunk behauptet: Die Angst geht um in Europa.

Wir müssen damit leben, dass selbst ein als seriös bekannter und sich gebender öffentlich-rechtlicher Sender wie der Deutschlandfunk im Aufmerksamkeitswettbewerb der Medien jede Information darauf prüft, ob sie geeignet ist, Emotionen anzusprechen und die Ohren der Zuhörer an sich zu binden. Angst machen ist da ein sehr probates Mittel, auch wenn gerade gar kein Säbelzahntiger in der Nähe ist, oder gerade keine Bombe explodiert.

Am selben Tag wurden im Irak mehrere Dutzend Menschen durch Anschläge getötet. Dies wurde erst drei Nachrichten später berichtet, und eher knapp. Es ist halt schon zu normal geworden, als dass das die erste Meldung sein könnte.

Nachrichten, selbst die Kommentare, in den Medien sind daher nur noch als Warnsystem zu betrachten, über das viele Warnungen kommen, die gefiltert werden müssen, bevor sie in eine Entscheidung eingebracht werden. Für den privaten Gebrauch bringen seriöse Medien ja auch Feature-Sendungen oder ausführliche Sachbeiträge oder Dossiers. Für Unternehmen fehlt ein solches offenes Informationsangebot. Es gehört daher zu den Aufgaben eines Notfallmanagements, Informationen zu filtern, schnell zu filtern, und dann Schlüsse für das eigene Unternehmen daraus zu ziehen.

Immerhin, im DLF erschien die Nachricht ab acht Uhr sachlicher.

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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