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Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy

Klimabedingte Risiken höher bewerten

Als interessierter Klimalaie konnte man in den letzten beiden Jahren den Eindruck gewinnen, dass Unwetter verschiedener Arten zugenommen haben, dass vor Allem die Auswirkungen zugenommen haben. In verschiedenen Sendungen und Druckerzeugnissen wagen sich zunehmend auch Meteorologen zu äußern, dass dieser Eindruck von der Statistik bestätigt wird, und dass ungewöhnliche Wetterlagen in nächster Zukunft zunehmen werden.

Risikomanagement und Notfallmanagement befassen sich mit den Auswirkungen, nicht mit den Ursachen. Gegenstand ist also nicht primär die Diskussion um den human factor im Klimawandel, sondern die Statistik über immer schlimmere Folgen von lange dauernden Regen (Pakistan, Australien), plötzlich anschwellenden Gebirgsbächen (Alpen), Überflutungen (Deutschland, Polen, Österreich, Australien, Bangladesh), Schneestürmen (New England-Staaten), Dürren (Russland, Sahel-Zone).

Wichtigste praktische Konsequenz: In der Identifikation von Standorten für Betriebe müssen klimatische und lokale Wetterbedingungen stärker gewichtet werden, sowohl in der Häufigkeit (Frequenz) und ihren Auswirkungen (Impact).

In Deutschland finden sich wohl nur wenige Gewerbegebiete in Flut gefährdetem Gelände, oder sie sind direkt darauf ausgelegt, wie es notwendigerweise die Häfen sind. Allerdings können Starkregen auch die Straßen einer Innenstadt in Bäche umwandeln und die Keller bedrohen. 1995 wurde der Keller einer Anwaltskanzlei in der Frankfurter Innenstadt etwas feucht, etwa 15 m höher als der Main und so weit weg, dass dort noch nie Mainhochwasser war. Aber ein starker Regen, der über eine Stunde auf Frankfurt niederging, ließ das Wasser auf der Straße bis zu 60 cm hoch fließen.

Wenn dann im Keller auch nur ca 30 cm hoch Wasser steht, und wenn in dem Keller das Papierarchiv mit teurem Registratursystem untergebracht ist, ist das ein teurer Wasserschaden. Auch in unserem Wohnhaus, etwa 40 m höher und 2 km entfernt, hatte 20 cm Wasser im Keller; aber vorsorglich war alles wasserempfindliche auf Regalen, mindestens 40 cm hoch vom Boden.

Wir werden uns darauf einstellen müssen, und wieder etwas bewusster mit natürlichen Risiken umgehen. Denn ein Grund für die hohen Schäden ist mehr als manchmal die Einstellung, dass moderne Gebäudetechnik über dem Wetter steht.

nur als Beispiel: Klimaexperte im Deutschlandfunk

Die Versicherer und Rückversicherer haben ja schon seit Jahren den Anstieg der Schadensfälle und Schadenshöhe mit Trends im Klima in Verbindung gebracht.

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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