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Japan – Erdbeben – Tsunami – Reaktorstörung

Das Erdbeben, das Japan erschüttert hat, kommt hier als Entsetzen, Trauer, Sensation und Hilfsbereitschaft an. Verunsicherung ist die Folge. Das Erdbeben hat einen Tsunami ausgelöst, der die japanische Küste innerhalb einer halben Stunde erreicht hat, zu schnell für eine effektive Warnung. Die Stromversorgung im Norden ist zusammengebrochen, teils durch Notabschaltung von Kraftwerken, teils durch die Tsunamiwelle. Im Atomkraftwerk Fukushima sind auch Notstromaggregate ausgefallen und damit die letzte Notfallebene der Kühlsysteme.

Die kombinierte Katastrophe zeigt Grenzen und Wert betrieblicher und kollektiver-staatlicher Notfallvorsorge. Japan ist wie Kalifornien ein Land, in dem die Vorsorge vor Erdbeben mit sämtlichen Folgen besonders bewusst und intensiv betrieben wird. Die Bevölkerung nimmt regelmäßig an Übungen teil. Die Unternehmen haben Notfallpläne. Dies konnte und kann auch künftig Katastrophen nicht verhindern, auch nicht, dass sie verheerende Folgen für Menschen haben, auch nicht, dass menschliche Organisationen von der Nachbarschaft, von Unternehmen und von Staaten erfasst oder gar infrage gestellt werden. Die Vorsorge kann nur – aber immerhin – Folgen mindern.

Es zeigt sich auch, dass Katastrophenvorsorge über betriebliche Notfallvorsorge hinaus geht, und dass umgekehrt Notfallvorsorge effektiver wird, also den Menschen mehr Schutz bietet, wenn sie Betriebe übergreifend verstanden wird. In Notfallplänen gibt es dazu Ansätze, die aber eher ökonomisch begründet sind, in der Anmietung von gemeinsamen Notfallflächen.

Wir müssen wohl alle noch viel lernen über den Nutzen und die Organisation von Krisenprävention sowohl unter dem Gesichtspunkt des Schutzes von Menschen, von Wirtschaft als Lebensgrundlage von Menschen, und von Betrieben als Elemente einer gemeinsamen Leistung.

Heute bleibt im sicheren Frankfurt am Main das Entsetzen über die Katastrophe in der Ferne. Die Nachrichtenlage ist nicht ganz klar. Es wird nur noch über die mögliche Kernschmelze in dem AKW Fukushima berichtet, doch selbst die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) scheint nicht umfänglich auf dem aktuellen Stand zu sein. Ihre Website http://www.iaea.org ist kaum erreichbar.

Der Umgang mit Katastrophen verläuft leider nicht komplett nach Norm und Veträgen. Auch dies eine immer wiederkehrende Lektion.

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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