IT security and other aweful matters

Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy

EHEC – Saure Gurken und Katastrophen

Die ungewöhnlich starke Ausbreitung des Hämolytisch Urämischen Syndroms (HUS) in Zusammenhang mit der offenbar plötzlich öfter auftretenden Form des Escherichia coli, nämlich dem EHEC, beunruhigt die Medien. Warnungen werden ausgesprochen von Politikern, dem Robert-Koch-Institut und

Überrascht hat mich allerdings die Warnung in den News des Continuity Central, dass dies ein Fall für Business Continuity sei. Hier fehlt doch bislang jeglicher Hinweis. In einem Land wie Deutschland, aber auch in seinen angrenzenden Nachbarn, ist eine rapide Ausbreitung eines bakteriellen Krankheitserregers sehr unwahrscheinlich, und lässt sich durch verstärkte Sauberkeit wirksam eindämmen. Eine Epidemie droht nicht, eine Pandemie schon gar nicht.

Für die Erkrankten ist das kein Trost, und das HUS nimmt die Betroffenen wirklich bös mit. Das ist schmerzhaft und anstrengend, und hat nun in einigen Fällen auch zum Tod geführt. Aber eine Ausbreitung, die zu Straßensperren, Schulschließungen und massivem Mitarbeiterausfall führt, ist erst mal nicht zu befürchten.

Man weiß noch sehr wenig. Die Warnungen vor rohen Salatgurken gründen auf einer einzelnen Untersuchung in Hamburg, sie werden begründet mit einer Korrelation von Essverhalten, wobei anderes Essverhalten offenbar oder zumindest in den publizierten Ergebnissen gar nicht untersucht wurden. Offenbar wissen die Epidemiologen noch nicht viel. Das ist im Beginn einer Ausbreitung einer Krankheit fast normal und kein Vorwurf.

Ein Notfall ist das natürlich für Landwirte, vor deren Produkten gewarnt wird. Und für Kantinen, die schließen mussten, weil vermehrte HUS-Fälle bei ihren Gästen auftraten, so in Franfurt am Main, wo aber der Kausalzusammenhang von Kantinenessen und Ausbruch der Krankheit auch nicht belegt werden konnte.

Unsere Empfehlung: Ernst nehmen, beobachten, die Reaktion von Behörden beobachten – darin liegt bekanntlich für Betriebe das größte Risiko.

Alarm bei Continuity Central – Etwas Alarmismus, aber dann doch die gleiche Empfehlung.

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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