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Risikobewertung für Atomkraft drastisch erhöht

Das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz hat die Risikobewertung für den Eintritt und die Auswirkungen einer Kernschmelze in einem Atomkraftwerk gegenüber früheren Untersuchungen im Auftrag von Aufsichtsbehörden neu bewertet. Demnach ist das Riskiko für den Eintritt eines GAUs sehr groß und die Auswirkungen durch Kontamination großer Flächen deutlich größer als bisher angenommen. Grundlagen der Neubewertung ist eine statistische Gegenüberstellung der Kernschmelzen von Tschernobyl und Fukishima gegenüber den Laufzeiten aller Atomkraftwerke weltweit bis zum Eintritt der Katastrophe von Fukushima.

Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen, wenn sie nicht ordentlich erklärt sind. Diese Statisktik wird auf der Seite des MPI in Mainz erklärt. Ein Kausalzusammenhang wird nicht hergestellt. Das ist aber vielleicht in diesem Fall um so beunruhigender, denn das eine Mal, Tschernobyl, war es nach heutigen Befunden menschliches Versagen, nämlich Fehler der Schichtführung, während in Japan extreme, aber für das Land nicht unerwartete, Naturphänomene und eine nicht ausreichende Vorbereitung auf den Tsunami, die bisherige Risikoeinschätzung und -Prävention als Fehler aufzeigten.

Gerade diese völlige Verschiedenheit der Ereignisse macht die statistische Heransgehensweise plausibel. Dabei hat die Untersuchung von Professor Dr. Jos Lelieveld die Katastrophe von Harrisburg (Three Mile Island) ausgelassen. Und Gegenstand sind einzig Kernschmelzen als Größter anzunehmender Unfall, nicht andere schwere Unfälle.

Es ist also durchaus beunruhigend, und Notfallmanager im Rhein-Main-Gebiet müssen ernsthaft überlegen, wie eine Großbank auf eine Kernschmelze im Umkreis von 150 km auf den Standort Frankfurt am Main auswirken würde. In Japan war es eiserner Patriotismus, der eine Flucht der Institute aus Tokyo verhindert hat. Ob dies gesund war für die Beschäftigten ist die eine Frage. Ob dies in Frankfurt auch funktionieren würde, oder in London oder Paris, ist eine andere.

Mehr Details auf der Seite des Max-Planck-Instituts

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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