IT security and other aweful matters

Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy

Sie misstrauen Ihrer sozialen Intelligenz ? Dann brauchen Sie diese App vom Fraunhofer Institut.

Manchmal hat man es schwer, weil man das Gegenüber nicht richtig einschätzen kann. Sagt es die Wahrheit ? Ist es genervt ? Kann ich jetzt noch ein kritisches Thema ansprechen ?
Nun – die Rettung naht. Wenn Sie eine objektive Einschätzung benötigen, bekommen Sie die von der App SHORE vom Fraunhofer Institut. Eine google Glass wird gebraucht, die App muss noch installiert werden, und dann erhalten Sie mit einem verstohlenen Blick in die Brille die Kontrolle über die Situation.

Aus Biometrie wird Emometrie. Die Gefühlsaudrücke wurden vermessen, wahrscheinlich in psychologischen Studien an den berühmten zweitausend amerikanischen Versuchsmäusen, statistisch ausgewertet, in ein Modell gegossen, und dieses Modell in eine App programmiert.

Nur kann ich mich darüber nicht so richtig freuen. Erstens und direkt aus dem Bauch  heraus, lasse ich mir doch nicht von einem Programm meine eigene Wahrnehmung diktieren oder verunsichern. Zweitens und differenzierter betrachtet ist das nicht nur ein Anschlag auf die subjektive Wahrnehmung, hinter der die eigene Erfahrung und persönliche Geschichte steht, das eigene Weltbild und die Assoziationen mit Situationen aus dieser Erfahrung. So eine App vermittelt den Eindruck, die gezeigten Ausdrücke würden gemäß einem Algorithmus in einer definierten Skalierung Gefühle zeigen, die in einer Taxonomie geordnet sind und bei allen Menschen gleich sind.

Vielleicht nicht bei allen Menschen. Wahrscheinlich werden die Autoren der App selbst einschränken, dass das nur auf Personen aus einem bestimmten Kulturkreis anwendbar ist und für weitere Kulturkreise entsprechend angepasst werden muss. Womit sich die Frage stellt: Welche Kulturkreise ? Kommen wir dank moderner Technik wieder zu den essentiellen Aussagen, die wir glaubten hinter uns gelassen zu haben ? “Der Franzose als solcher hat eine Rotweinnase und guckt etwas mürrisch, aber er lacht gerne.” “Der Deutsche guckt immer etwas traurig und wenn er die Mundwinkel nicht nach unten zieht, dann ist das schon sehr positiv.”

Die schöne, weil gefestigte, Welt der Vorurteile, hier kommt sie wieder, diesmal  “wissenschaftlich fundiert”. Wozu brauchen wir noch Offenheit, Bereitschaft zur Kommunikation mit dem Risiko des Missverständnisses und Konflikts ?

Für die IT-Sicherheit ist das natürlich ein kollosales Feature, ein Must, ein sine qua non, unverzichtbar und gehört als Maßnahme in den IT-Grundschutz des BSI: Eine Video-Cam auf jeden Arbeitsplatzrechner. Der Anwender muss immer im Blickfeld der Kamera bleiben. Wendet er sich ab oder entfernt sich vom Platz, wird jede Eingabe an Tastatur und Maus unterbunden. Das ist erstmal die Grundvoraussetzung. Und Achtung: Wenn er böse oder heimtückisch guckt, ich meine der oder die NutzerIn, dann wird auch jede Eingabe unterdrückt. So kann kein Mitarbeiter (wir haben gelernt, dass die Gefahr von den eigenen Mitarbeitern ausgeht) mehr dem Intranet gefährlich werden, denn bei Aufkommen invasiver Gedanken wird der Angreifer lahm gelegt. Nur wer kooperativ gesinnt ist, kann arbeiten.

Schöner Nebeneffekt: Die Kommunikation im Unternehmen und des Unternehmens nach draußen wird lösungsorientiert und Störungen werden vermieden, denn E-Mails können nur noch geschrieben werden, wenn die Person an der Tastatur zumindest neutral freundlich gestimmt ist.

Think Positive – Look Positive !
🙂
Quelle: Fraunhofer Institut

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Author: TTeichmann

IT is my business since 1985, focused on IT security since 1999. I built up several IT networks as security based architectures. In 2007 business continuity management came into my portfolio. I feel open minded, keeping an eye on things evolving, trying to find solutions that meet business needs while security requirements are kept high. ITsec, ITSCM and BCM are necessarily part of cost efficient IT delivery today.

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