IT security and other aweful matters

Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy


Business Continuity im Krieg mit Libyen

Über die Nachrichten mehrerer Sender (Deutschlandfunk, Hessischer Rundfunk) war heute zu hören, dass Staaten, die an den militärischen Operationen gegen die libysche Armee und Luftwaffe beteiligt sind, gleichzeitig einen Boykott der Öllieferungen oder einen Einbehalt der Zahlungen für diese Lieferungen ablehnen. Daraus ist zu schließen, dass die Geschäfte nicht unterbrochen, höchstens technisch-taktisch eingeschränkt sind.

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Produktionsunterbrechung nach Erdbeben in Japan

Über mehrere Sender kam am frühen Abend die Nachricht, dass Opel und andere Automobilhersteller in einigen Werken Schichten ausfallen, weil Elektronikbauteile ausgehen, die in Japan gefertigt werden.

In Japan gibt es infolge des Erdbebens mit Tsunami sowie der immer dramatischeren Entwicklung in der Atomzentrale Fukushima verschiedene Auswirkungen auf die Industrieproduktion. Im Norden sind ganze Städte vom Tsunami verwüstet worden, und es geht darum, Schaden von Menschen fern zu halten. Dem müssen alle Kräfte und Ressourcen dienen.

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Libyen – Bürgerkrieg und Ölquellen –

Im Aufmerksamkeitsschatten der Katastrophen in Japan gelingt es offenbar dem herrschenden Regime, den Aufstand, der vor einem Monat so erfolgreich und mutig begann, blutig niederzuschlagen. Wie stellen sich die Kunden libyscher Öllieferungen zu dieser Entwicklung? Ist die Familie Gaddafi ein akzeptabler und zuverlässiger Handelspartner? Wird es zu einem Guerillakrieg kommen?

Bis jetzt haben die Regierungen demokratischer Staaten und die großen Konzerne nur sehr langsam und weich Position bezogen. Eine militärische Option konnte nicht schnell genug aufgebaut werden, was andererseits eine Stärke der Entscheidungsprozesse ist. Es muss eben erst verhandelt werden, um eine Legitimation für ein Eingreifen zu gewinnen. Die Empörung über den Krieg gegen das eigene Volk ist richtig, aber sie allein bietet noch keine Legitimation.

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Volkswagen stoppt Produktion wegen fehlender Zulieferungen

Volkswagen hat heute einen Stopp der Produktion in Wolfsburg und Emden für die Baureihen Golf und Tiguan angekündigt, weil Zulieferer mit Teilen für die Dieselmotoren nicht nachkommen.

Seit Tagen schon  beobachtet VW, dass die Läger schwinden und nicht angemessen nachgefüllt werden. Bereits letzten Mittwoch wurde bekannt gegeben, dass ein Produktionsstopp geplant wird. Lieber kontrolliert stoppen, als durch fehlende Teile in der laufenden Produktion Stockungen erleiden.

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Seltene Erden – gibt es nicht überall

Notfällen sorgt man am besten durch Wachsamkeit vor. Im Fall der Seltenheit der seltenen Erden wäre es an der Zeit, aufzuwachen und auch wachsam zu bleiben. Im Sommer nutzte China das Druckmittel, bei einigen dieser Rohstoffe der größte Lieferant zu sein, um Japan im Konflikt über die Verletzung der Hoheitsrechte im Chinesischen Meer zur Freilassung eines chinesischen Kapitäns zu zwingen.

Die Bundesregierung will sich nun dafür einsetzen, dass die Volksrrepublik China deutsche Unternehmen besonders zuverlässig bedient. Es ist zweifelhaft, dass dies mehr bewirkt als ein paar Reisen zwischen beiden Ländern und schönen Worten.

Vielleicht hat die “unerwartete” Entwicklung auch zwei gute Effekte:

  • Bei steigender Rarität könnte das Recycling von Elektronik-Schrott so rentabel werden, dass der Schwarzhandel mit dem Müll und die Menschen verachtende Entsorgung in Entwicklungsländern ein Ende findet.
  • Und der zweite erträumte Effekt könnte sein, dass die Industrieländer ein ernstes Interesse an der Beendigung der Konflikte im Kongo entwickeln. Bis jetzt werden Lieferungen der sogenannten Rebellenarmeen akzeptiert, womit diese wiederum ihre Existenz sichern.

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Produktion im Risiko – weil seltene Erden selten werden

Ist dies ein geplanter Notfall, wissentlich herbeigeführt? dpa verbreitete letzte Woche eine Meldung, dass China den Export sogenannter Seltener Erden drosselt und dass auch deutsche Firmen in ihrer Produktion von Hightech-Bauteilen behindert oder begrenzt werden. Der Bericht beruht auf den Commodity Top News der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Nr. 33 und Interviews mit Experten der Anstalt.

Offenbar können zentrale Funktionen aktuell vermarkteter Produkte wirtschaftlich nur erzielt werden mit Materialien, die auf diesen speziellen Mineralieren und Metallen beruhen. Wie es der Zufall will, liegen die bedeutendsten Vorkommen dieser Rohstoffe auf dem Territorium der Volksrepublik China.

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