IT security and other aweful matters

Of computer mice and men – for availability, integrity and privacy


Produktionsunterbrechung nach Erdbeben in Japan

Über mehrere Sender kam am frühen Abend die Nachricht, dass Opel und andere Automobilhersteller in einigen Werken Schichten ausfallen, weil Elektronikbauteile ausgehen, die in Japan gefertigt werden.

In Japan gibt es infolge des Erdbebens mit Tsunami sowie der immer dramatischeren Entwicklung in der Atomzentrale Fukushima verschiedene Auswirkungen auf die Industrieproduktion. Im Norden sind ganze Städte vom Tsunami verwüstet worden, und es geht darum, Schaden von Menschen fern zu halten. Dem müssen alle Kräfte und Ressourcen dienen.

Continue reading


1 Comment

Japan – Wie steht es um die Versorgung ?

Die Berichterstattung über die drohende oder bereits eingetretene Nuklearkatastrophe in Japan verdrängt Informationen über ebenfalls wichtige, überlebenswichtige, Lagen nach dem Erdbeben mit Tsunami am 11. März 2011. Allgemein heißt es, dass Japan in der Lage ist, die eigene Bevölkerung zu versorgen und den Notfall zu bewältigen.

Es gibt jedoch im Moment keine detaillierten Informationen über den Zustand der Infrastruktur und insbesondere der Versorgung. Ein Teil der Stromversorgung, das immerhin wird berichtet, ist immer noch unterbrochen, insbesondere durch den Ausfall mehrerer Atomkraftwerke. Dies muss Auswirkungen haben auf andere Leistungen.

Momentan sind das offene Fragen.


1 Comment

IAEA – wieder sichtbar – aber nicht aktuell

Nachdem gestern die Website der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA über mehrere Stunden nicht oder nur mit extrem langen Wartezeiten erreichbar war, ist sie heute wieder normal sichtbar (www.iaea.org).

Erschreckend ist, dass die veröffentlichten Berichte zu Status und Bewertung der Entwicklung in dem AKW Fukushima gegenüber der Berichterstattung in Online-Nachrichten und Radio um Stunden hinterher hinkt. Jetzt, um kurz vor zehn Uhr da dieser Beitrag geschrieben wird, ist die letzte Meldung auf der Site der IAEA von ca. halb drei (MEZ) heute Nacht. IAEA on Japan Earthquake

Die japanische Regierung scheint die Informationen fest im Griff zu haben, denn außer den von außen erkennbaren oder messbaren Tatsachen, wie der Zerstörung eines Reaktorgebäudes unter dem Kameraauge eines Fernsehsenders, gibt es nur Informationen vom Regierungssprecher. Hoffentlich haben die Techniker die Vorgänge im Reaktor Fukushima I auch so gut unter Kontrolle.


Japan – Erdbeben – Tsunami – Reaktorstörung

Das Erdbeben, das Japan erschüttert hat, kommt hier als Entsetzen, Trauer, Sensation und Hilfsbereitschaft an. Verunsicherung ist die Folge. Das Erdbeben hat einen Tsunami ausgelöst, der die japanische Küste innerhalb einer halben Stunde erreicht hat, zu schnell für eine effektive Warnung. Die Stromversorgung im Norden ist zusammengebrochen, teils durch Notabschaltung von Kraftwerken, teils durch die Tsunamiwelle. Im Atomkraftwerk Fukushima sind auch Notstromaggregate ausgefallen und damit die letzte Notfallebene der Kühlsysteme.

Die kombinierte Katastrophe zeigt Grenzen und Wert betrieblicher und kollektiver-staatlicher Notfallvorsorge. Japan ist wie Kalifornien ein Land, in dem die Vorsorge vor Erdbeben mit sämtlichen Folgen besonders bewusst und intensiv betrieben wird. Die Bevölkerung nimmt regelmäßig an Übungen teil. Die Unternehmen haben Notfallpläne. Dies konnte und kann auch künftig Katastrophen nicht verhindern, auch nicht, dass sie verheerende Folgen für Menschen haben, auch nicht, dass menschliche Organisationen von der Nachbarschaft, von Unternehmen und von Staaten erfasst oder gar infrage gestellt werden. Die Vorsorge kann nur – aber immerhin – Folgen mindern.

Es zeigt sich auch, dass Katastrophenvorsorge über betriebliche Notfallvorsorge hinaus geht, und dass umgekehrt Notfallvorsorge effektiver wird, also den Menschen mehr Schutz bietet, wenn sie Betriebe übergreifend verstanden wird. In Notfallplänen gibt es dazu Ansätze, die aber eher ökonomisch begründet sind, in der Anmietung von gemeinsamen Notfallflächen.

Wir müssen wohl alle noch viel lernen über den Nutzen und die Organisation von Krisenprävention sowohl unter dem Gesichtspunkt des Schutzes von Menschen, von Wirtschaft als Lebensgrundlage von Menschen, und von Betrieben als Elemente einer gemeinsamen Leistung.

Heute bleibt im sicheren Frankfurt am Main das Entsetzen über die Katastrophe in der Ferne. Die Nachrichtenlage ist nicht ganz klar. Es wird nur noch über die mögliche Kernschmelze in dem AKW Fukushima berichtet, doch selbst die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) scheint nicht umfänglich auf dem aktuellen Stand zu sein. Ihre Website http://www.iaea.org ist kaum erreichbar.

Der Umgang mit Katastrophen verläuft leider nicht komplett nach Norm und Veträgen. Auch dies eine immer wiederkehrende Lektion.