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Sicherheit und Verantwortung – nach der Verurteilung des Bürgermeisters von La Faute-sur-mer

Am Freitag, den 12. Dezember 2014, wurde der damalige Bürgermeister René Marratier der kleinen Gemeinde La Faute-sur-mer zu vier Jahren Haft verurteilt, wegen nicht beabsichtigter Tötung (homicide involontaire) in neun Fällen. Herr Marratier war als langjähriger Bürgermeister verantwortlich für die Erteilung von Baugenehmigungen in einem Gebiet, in dem es in früheren Zeiten zu Überschwemmungen gekommen war. Er war es nicht allein. Françoise Babin, in der Zeit, als die Baugenehmigungen erteilt wurden zuständig für Bauplanung der Gemeinde und damit fachlich-politisch verantwortlich, wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig, es kann noch Berufung eingelegt werden, womit zu rechnen ist. Dieser Beitrag soll auch keine juristische Bewertung liefern, sondern fachliche Konsequenzen im Notfallmanagement aufzeigen.

Dem damaligen Bürgermeister war darüber hinaus vorgeworfen worden, dass er nach Eingang der Sturmwarnung vor Xynthia die Bewohner der tiefliegenden Küstensiedlung nicht gewarnt bzw. die Evakuierung veranlasst hat.

Denn am 27. Februar 2010 kam schweres Wetter auf, das Tief Xynthia zog über dem Atlantik auf. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar traf der Sturm auf die französische Atlantikküste, eine wunderschöne Landschaft. In der Bucht hinter der Ile de Ré, nördlich von La Rochelle, wurden Deiche überflutet und dahinterliegende Niederungen versanken in den Wassermassen. In La Faute-sur-mer starben 29 Menschen.

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